Abschied

Der Umgang mit dem Tod ist in unserer Gesellschaft immer mehr zum Tabu geworden. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, so müssen wir uns dem stellen. In der Vergangenheit haben sich dafür gewisse Rituale eingebürgert, die uns helfen können, damit umzugehen. Nicht zuletzt geht es hier auch um uns selbst. Wir müssen den Schmerz ertragen und verarbeiten, dass ein geliebter Mensch von uns gegangen ist.bench-560435_1920

Wir können Ihnen bei diesem Prozess zu Seite stehen und sie beraten und unterstützen, gehen müssen Sie den Weg allein. Wir möchten  Ihnen aber Mut machen, die bestehenden Möglichkeiten zu nutzen, um sich von Ihrem Angehörigen zu verabschieden.

Früher wurden die Verstorbenen zu Hause aufgebahrt und die ganze Familie kam zusammen, um Abschied zu nehmen und den Verstorbenen anschliessend zum Friedhof zu begleiten. Damit haben wir heute so unsere Mühe. Wenn jemand zu Hause verstirbt, so fühlen wir uns schnell unwohl und unsicher. Gerne möchten wir Sie ermutigen, von dem Verstorbenen auf würdevolle Weise Abschied zu nehmen. Wie das für Sie aussieht können nur Sie entscheiden, wir möchten Ihnen aber die bestehenden Möglichkeiten aufzeigen.

Eine wichtige, nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist die offene Aufbahrung. Man kann dem Verstorbenen hierzu seine eigenen Sachen anziehen lassen, einen passenden Blumenschmuck anbringen. Sie können “begreifen” dass Er oder Sie da liegt, dass er nicht mehr lebt, dass er sich verändert hat. Dieser Prozess ist für die Trauerarbeit sehr wichtig, so schwer das auch sein mag. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Im Gegensatz zu früher haben wir heute eine Trauerhalle am Friedhof, wo die Aufbahrung stattfindet. Sie ganz alleine entscheiden, wer an den offenen Sarg treten kann.

Weiterhin gehört zu den Traditionen eine Trauerfeier mit Pfarrer oder Redner, Musik, Blumen und viele Gestaltungsformen geben uns die Möglichkeit zum Abschied.

Zum Abschied gehört nicht zuletzt auch eine Grabstelle, wo man immer wieder  hingehen kann, sich an den Verstorbenen erinnern, ihm begegnen und den Schmerz verarbeiten.